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save me - Eine Stadt, ein Landkreis sagt Ja

Treffen der Patinnen und Paten

Am 28. April 2010 hatte der Arbeitskreis ASYL Bad Kreuznach die Paten und Patinnen der save-me-Kampagne eingeladen um noch einmal über den UNHCR und seine Arbeit für Flüchtlinge zu informieren.

Von den 2500 Flüchtlingen, die Deutschland aufgenommen hat sind einige Personen im Kreis Kreuznach eingetroffen. Sie kommen hier in ein familiäres Umfeld in dem sie Hilfe und gute Betreuung erfahren.

Dagegen gibt es in Stadt und Kreis Bad Kreuznach eine große Anzahl von Ausländern aller Altersstufen, die persönliche Hilfe nötig haben. Mehrere der  Patinnen und Paten, die an diesem Abend anwesend waren, haben ihre Hilfe angeboten.

Damit die Helfer ihre Fähigkeiten bei den Personen einsetzen  können, die sie benötigen, konnten die Anwesenden einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie ihre Wünsche und Vorstellungen angeben konnten.

Da es wahrscheinlich noch mehr Menschen gibt, die Ausländern helfen wollen, die schon jetzt bei uns leben, wird dieser Fragebogen hier noch einmal zum Runterladen / Ausdrucken eingestellt. (Sie können diesen Fragebogen an Ihrem Rechner ausfüllen und per eMail oder auch per Post an die unten auf dem Fragebogen genannte Adresse senden.)

Der AK-ASYL vermittelt diese Patenschaften. Er bietet außerdem eine regelmäßige Beratung  für die Helfer an. Dies wird voraussichtlich am 1. und 3. Mittwoch im Monat um 16.30 Uhr in der Beratungsstelle des AK-ASYL im Wassersümpfchen sein.

 

 

 

Geschafft! – Positiver Kreistagsbeschluss zu „Save Me Kampagne“!

In ihrer Sitzung am 15.03.2010 haben alle Fraktionen des Kreistages Bad Kreuznach den Antrag des Arbeitskreis ASYL Bad Kreuznach einstimmig angenommen.
Damit unterstützt der Landkreis die bundesweite „Save Me Kampagne“ und appelliert an die Bundesregierung, entsprechend dem Anliegen des Hohen Flüchtlings-kommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), ein kontinuierliches Programm zur dauerhaften Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen (Resettlement) einzurichten.Im Rahmen eines solchen Programms erklärt der Landkreis ihre Bereitschaft, regelmäßig Flüchtlinge aufzunehmen und bestmöglich zu integrieren.
Die Mitglieder des Arbeitskreis ASYL Bad Kreuznach und alle Patinnen und Paten können sich über die Unterstützung auf Kreisebene freuen und nun hoffen, dass auch der Stadtrat Bad Kreuznach einem entsprechenden Antrag zustimmt.

 
Der Stadtrat wird sich in seiner Sitzung am 22. April 2010 mit dem Antrag des Arbeitskreis ASYL Bad Kreuznach befassen.
Nach der großartigen und nachhaltigen Resonanz in der Bevölkerung haben wir bei diesem Thema mit mehr Interesse vonseiten der Politiker vor Ort gerechnet. Wir bleiben natürlich dran.
Inzwischen gibt es lokale Save-Me-Kampagnen in mehr als 45 bundesdeutschen Städten und 18 kommunale Ratsbeschlüsse.

 Im Rahmen der Aufnahme von insgesamt 2.500 irakischen Flüchtlingen in Deutschland befindet sich seit Oktober 2009 eine drei-köpfige irakische Familie in der Stadt Bad Kreuznach. Wir haben diese Personen kennengelernt und wissen, dass sie von Familien-angehörigen, die seit Jahren hier im Landkreis leben, gut betreut werden.

 

 

 

Neuansiedlungsprogramm für Deutschland

Weltweit sitzen Hunderttausende von Flüchtlingen am Rand von Krisengebieten in Lagern fest, ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben. Der Weg nach Europa ist ihnen verstellt. Die Fluchtwege sind weit und auch gefährlich. Tausende versuchen es trotzdem und sterben auf der Flucht. Nur wer fit ist, hat überhaupt eine Chance durchzukommen. Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen nicht.

Was wäre, wenn wir Menschen aus den Flüchtlingslagern nach Deutschland holten? Die Idee ist nicht neu. Regelmäßig nehmen Staaten Schutzbedürftige aus Krisensituationen auf und gewähren ihnen sicheren Aufenthalt. Dieses Verfahren der Neuansiedlung – Resettlement genannt – kann nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein, aber für einige ist es die Rettung. Resettlement ist kein Ersatz für das Grundrecht auf Asyl, aber es könnte ein deutliches Signal setzen. Wir können damit zeigen, dass uns das Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist!