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eigener Bericht, 16.12.2008

Auch die Vorderpfalz sagt ja!


Die Evangelische Kirche und das Diakonische Werk der Pfalz wollen auch in der Vorderpfalz ein Zeichen setzen und holen die die bundesweite Kampagne Save-Me in die Region.
In Kürze wird es im Internet eine regionale Informationsplattform „Save me“ geben, auf der alle relevanten Infos abrufbar sind.
Das Ziel in der Vorweihnachtszeit: möglichst viele Menschen und Kirchen, Wohlfahrtsverbände und andere Organisationen beiderseits des Rheins zu gewinnen, einerseits Paten zu werden und anderseits sich für die Idee des Resettlements einzusetzen.
Der Beschluß der Innenminister der EU, 10.000 irakische Flüchtlinge nach Europa zu holen, so die Initiatoren, bedeutet heruntergebrochen auf die Städte Speyer und Ludwigshafen, den Rhein-Pfalz Kreis und den Landkreis Germersheim zusammen vielleicht 15 Personen - ein kleiner Schritt angesichts des Flüchtlingselends in den Nachbarländern des Irak. Trotzdem wird diese Entscheidung als einen richtigen Schritt begrüßt!!

Vorgenommen hat man sich, 250 Paten für 250 Flüchtlinge zu suchen.

Ab sofort kann man sich sich bei dem Migrationsreferat des Diakonioschen Werkes der Pfalz als möglicher Pate und Unterstützer melden.

In den Hintergrundinfprmationen schreiben die Initiatoren:

Heute schützt Europa seine Grenzen statt FlüchtlingeIin Deutschland sind die Flüchtlingszahlen von 438.000 im Jahr 1992 auf 19.000 im Jahr 2007 gesunken. Demgegenüber stiegen nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats die Flüchtlingszahlen weltweit an. 86 Prozent aller Flüchtlinge bleiben in den Herkunftsregionen. Die Nachbarländer tragen die Hauptlast der Flüchtlingsbetreuung, obwohl viele von ihnen nicht einmal in der Lage sind, allen Einheimischen ein Leben über dem Existenzminimum zu garantieren.

Das Beispiel Irak:
Nach Angaben der EU haben ca. 4,7 Millionen Iraker ihre Heimat verloren. 2,7 Millionen haben Zuflucht innerhalb des Irak gesucht; 2 Millionen leben in den Nachbarländern, vor allem in Jordanien (700.000) und Syrien (1.200.000). Darunter sind ca. 10 Prozent Christen und andere religiöse Minderheiten wie Yeziden oder Mandäer. Nach Angaben der EKD können irakische Kinder in Syrien zwar zur Schule gehen, eine Krankenversorgung wird aber nicht staatlich finanziert und eine Arbeitsaufnahme ist nicht erlaubt. Mögliche mitgebrachte Ersparnisse sind über die Länge der Zeit längst aufgebraucht. Nach Angaben von amnesty international (ai) im Juli 2008 hat sich für religiöse und ethnische Minderheiten die Sicherheitslage im Irak nicht verbessert. Nach wie vor werden sie von bewaffneten Gruppen mit dem Tod bedroht, werden Familien aus ihren Häusern vertrieben, Menschen entführt und ermordet. Der Irak, so ai, gehöre zu einem der gefährlichsten Länder weltweit.



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