Paulinus, Bistumszeitung Trier, 02.04.2009
Gelebte Nächstenliebe in Bad Kreuznach
„Menschen ohne Hoffnung einen sicheren Aufenthaltsort zu geben, ist etwas Besonderes", sagt Cornelie Feld vom „Arbeitskreis Asyl" aus Bad Kreuznach. Gemeinsam mit anderen Gruppen und Verbänden schloss sich der Arbeitskreis der Kampagne "save me" (englisch für "Rette mich") an. Die Idee von "save me" ist es, eine Bewegung von unten zu entwickeln. Lokale Bündnisse schließen sich deutschlandweit zusammen, um Druck auf die Politik auszuüben.
So will man sich in Bad Kreuznach, nachdem man die symbolische Zahl von 100 Paten erreicht hat, gezielt an die Entscheidungsgremien in Stadt und Kreis wenden. Aktuell hat die Bundesregie-rung der Aufnahme von 2500 Flüchtlingen aus dem Irak zugestimmt.
Manfred Thesing, im Hauptberuf Hausmann und ehrenamtlich Katholikenratsvorsitzender im Bistum, unterstützt die Kampagne als Pate: "2500 Flüchtlinge hören sich für manche Menschen zwar viel an. Runtergebrochen auf Rheinland-Pfalz heißt das jedoch, dass 125 Flüchtlinge kommen werden. In Bad Kreuznach sind es dann vier Personen, also eine Familie." Christen hätten die Pflicht, Menschen in Not zu helfen. „Als mündige Bürger müssen wir eben-so Druck auf die Politik ausüben, damit sich auch der Staat um die Flüchtlinge kümmert", sagt The-sing. Nach internationalem Recht, ist ein Flüchtling eine Person, die ihr Heimatland verlassen hat, weil sie eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, poli-tischen Meinung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe hat. Comelie Feld hofft noch auf weitere Patenschaften in Bad Kreuznach.
Weitere Infos unter www.save-me-badkreuznach.de oder beim Arbeitskreis Asyl, Telefon (0671) 8 45 91 52.
Gereon Helmes


